Re: wandern mit kindern


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Abgeschickt von Plamen Werkmeister am 13 Maerz, 2008 um 12:56:39

Antwort auf: wandern mit kindern von michaela am 19 Januar, 2008 um 22:01:39:

Hallo,
schön, dass Euch diese wunderbare Insel so reizt und in ihren Bann zieht. Ich bin selbst schon zu fast jeder Jahreszeit im korsischen Gebirge und Hochgebirge unterwegs gewesen und denke, das ich doch den ein oder anderen hilfreichen Tipp geben kann. Prinzipiell ist das Wandern im Gebirge für ein Mädchen mit 12 Jahren kein Problem. Alles hängt an der Kondition und etwas auch an der Beherrschung des eigenen Körpers, da es gerade auf den alpinen Abschnitten die eine oder andere Kletterpassage gibt. Schwindelfrei sollte man vor allem beim Überqueren der zahlreichen Hängebrücken sein. Das ist eben nicht jedermanns Geschmack. Im Prinzip hängt es vor allem von der Wahl der Strecke ab. Die schönsten und imposantesten Etappen bietet der alpine Teil des GR20. Im Sommer ist dieser Teil zwar immer noch anspruchsvoll, aber mit etwas Trittsicherheit und Kondition kein größeres Problem. Lediglich die Anzahl der Wanderer auf dem Weg ist im Sommer teilweise schon abschreckend. Das Tragen eines Kindes in der Kraxe stellt in meinen Augen das größte Problem dar. Nicht unbedingt wegen der Kondition, sondern weil doch teilweise die Sonne recht erbarmungslos scheint und ein wirklich effektiver Schutz für ein Kind nur schwer zu erzielen sein wird. Je nach Alter des Kindes empfiehlt sich eine Sicherung per Seil zwischen Erwachsenem und Kind, wenn das Kind bereits halbwegs alleine durch die Gegend kraxelt. Das funktioniert wirklich gut, ist sicherer und entlastet den Träger der Kinder-Kraxe auf den Etappen ungemein. Außerdem macht es den Kinder mehr Spaß und sie können viel besser Flora und Fauna entdecken. Für den Anfang würde ich allerdings von den alpinen Etappen des GR20 abraten. Daher könnte ich mir vorstellen, das eine Querung der Insel von West nach Ost oder umgekehrt auf den beiden Mare-a-Mare Wegen einfacher wäre, da man dort im zentralen Bereich der Insel öfter mal durch ausgedehnte Wälder läuft und immer wieder Bäche zum baden einladen (z.B. der Abschnitt Corte - Porto auf der Nordvariante - da gibt es einige wunderbare Wegvarianten, die allesamt nicht zu anspruchsvoll sind und v.a. den Kindern gefallen dürften). Auf den alpinen Wanderabschnitten des GR20 ist im Hochsommer die Wasserversorgung auch nicht immer einfach, Da muss man vorausplanen und sich entsprechen eindecken (also sehr viel schleppen).Wichtig ist vor allem, dass man weiß, worauf man sich einlässt: auf einen Traum im Meer, der aber doch sehr anspruchsvoll ist und dafür mit wunderbarer Landschaft und fantastischen Ausblicken belohnt. Solltet Ihr detailliertere Fragen haben, so schreibt sie einfach. Es wäre viel zu umfangreich, hier alles zu erwähnen. Gern könnte ich Euch weitere Wegvorschläge machen mit genaueren Informationen zu Weg und Bedingungen, sowie zu Verpflegung und Übernachtung.
Liebe Grüße aus Dresden
Plamen Werkmeister





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